Schönheit, die darin liegt, wenn man das sich Gemäße in die Welt bringt

...aus dem Buch "Rendezvous mit meinem Engel - Eine Frau findet auf dem Weg zu sich selbst ihre wahren Schätze"

...Als ich in einem Flyer las, dass unweit von meinem Wohnort ein Medialitätsseminar angeboten wird, meldete ich mich gleich an, da ich spürte, das will ich, das macht mir Freude. Das Thema hieß „Engel und Geistführer“.

 

Ich fühlte mich wohl, denn ich saß ja mit Gleichgesinnten zusammen, die auch lernen wollten, mit ihren Engeln zu kommunizieren. Gleich am ersten Tag schenkte uns Anita, die Leiterin, eine Botschaft aus der geistigen Welt. Sie sagte, dass sich mein Vater zeige und mich um Verzeihung bittet. Es täte ihm leid, dass ich als Kind in zu kleine Schuhe gezwängt worden sei.

Und noch eine weitere Botschaft durfte sie mir mitteilen: „Deine Aufgabe, deine Bestimmung ist es, Menschen zu unterstützen mithilfe der Medialität, dass sie nicht in zu kleinen, aber auch nicht in zu großen Schuhen gehen. Und dass du ihnen Mut machst.“ Anita ergänzte, dass ich schon viel an mir gearbeitet habe und mir ruhig auf die Schulter klopfen dürfe.

 

 Am Nachmittag begleitete uns Anita dabei, Kontakt mit unserer geistigen Führung aufzunehmen. Viele von uns waren zu Tränen gerührt, als wir die liebevolle sanfte Energie unseres Engels spürten, der eine mehr, der andere weniger.

 

Am letzten Tag sollten wir mit dem Schreibzeug raus in die Natur gehen, schauen, wo es uns hinzieht, und dann um eine Botschaft bitten und diese aufschreiben. Ich lief durch einen kleinen Park und stand plötzlich vor einer wunderschönen weißen Marmorstatue. Davor stand auf einem Schild „Poesie“. Die weiblich anmutende Figur strahlte sehr viel Schönheit, Sinnlichkeit und gleichzeitig Kraft aus. Ich lauschte den Worten, die in mir kamen, während ich gleichzeitig aufschrieb:

 

 „Mein Engel, du hast die gleiche Begabung wie diese Frau. Sie hat eine Feder in der Hand und sie schreibt. Sie nutzt sie. Wir wollen dich hiermit auffordern, dieses ebenso zu tun. Du hast schon viel zu lange gewartet damit. Das heißt, dass du die Begabung dafür hast.

   Du hast vor vielen vielen Jahren oft dafür gekämpft, schreiben zu dürfen, hast es dir hart erarbeitet. So bringst du für dieses Leben diese außerordentliche Begabung mit, das Schreiben mit allem was dazugehört. Die Inspiration erhältst du, sobald du zu schreiben beginnst. Es ist egal, womit du beginnst. Tue es einfach. Ihr nennt es kreatives Schreiben. Wir nennen es „Einen Auszug aus dem Herzen“. So sei du mit deiner Seele in Kontakt! Lasse es strömen! Halte nichts zurück! Zensiere nicht! Sei einfach im Fluss.

   Wir sind hinter dir und dir zur Seite, dich zu inspirieren und dir die Informationen zukommen zu lassen, die durch dich auf die Welt kommen sollen. Die Statue möge dich auch erinnern an die Schönheit, die darin liegt, wenn man das sich gemäße in die Welt bringt. Sie ist mit sich eins, ganz in Harmonie. Du liebst diese Figur, wir wissen das. Sie erinnert dich an etwas, was du nicht greifen kannst. Und es berührt dich, du liebst es und es fasziniert dich. Es ist dir so nah, so eigen. Als wärst du ein Teil davon. Deine Seele kennt diese Erscheinung.“

 

Als ich das Geschriebene zuhause las, war ich betroffen von der Deutlichkeit, mit der mich meine Engel an das Schreiben erinnerten. Das nahm ich mir ihre Worte zu Herzen und schrieb kurze Zeit später folgenden Text:

 

„Meine liebe Christa, fange einfach an zu schreiben. Zunächst möchte ich dir mitteilen, dass du ohnehin schon dies Schreiben kannst. Du brauchst es nicht mehr erwerben. Du hast es dir schon sehr oft gewünscht und auch erworben in früheren Gezeiten. Man hat dich damals nicht immer so unterstützt wie du es gebraucht hättest. So hast du immer das Gefühl gehabt, dich darum sorgen zu müssen, dass auch alles für dich so da ist und auch gelingt.

 

Ich weiß, du hast dich so oft gegrämt, dass du nicht das tun konntest, was du von deinen Anlagen her hättest tun können. Und du selbst konntest dir dabei nicht helfen, keiner im Außen hat dich unterstützt, und du selbst hast es dir nicht allein zugetraut. So bringst du für dieses Leben eine ganze Menge Talente mit.

 

Wir beobachten dich schon eine ganze Weile und es ist uns nicht entgangen, wie sehr du dich nach dem Heilen sehnst. Du liebst das Einssein mit dem Göttlichen, der Natur, wo alles eins ist. Und du hast recht, wenn du vermutest, all dies in dir vereinen zu müssen. Denn es ist eins. Auch wenn ihr Menschen dies nicht so sehen könnt. Halte Stille, halte inne…

 

Du wirst immer ruhiger werden, je mehr du den Weg der Meditation gehst. Lange, lange schon haben wir auf diesen Augenblick gewartet, an dem du bereit sein wirst, all dies zu empfangen, was wir dir mitteilen möchten. Wir haben gezögert, um dir nicht zu viel zuzumuten. Du brauchst ja auch deine Auszeit.“

 

Ich habe diese Zeilen hinterher gar nicht gelesen, denn es ging mir ja ums Üben. Überhaupt bin ich während des Schreibens in einer höheren Schwingung, so dass mein Verstand wenig davon mitbekommt. Wochen später fiel mir der Text in die Hand und als ich ihn las, war ich ganz verblüfft. Habe ich das geschrieben? Das waren ja sinnvolle Aussagen, die mich zudem noch berührten.